Nachhaltigkeit bei E.G.O. Wir nehmen der Erde nichts mehr, was wir nicht zurückgeben können.

Dirk Schallock, Vorsitzender der Geschäftsführung der E.G.O.-Gruppe, über die Nachhaltigkeitsstrategie der E.G.O.-Gruppe, die damit verbundenen Chancen und die Herausforderungen einer konsequent gelebten Nachhaltigkeit im Unternehmen.

Mit der neuen Unternehmensstrategie baut die E.G.O.-Gruppe ihr Nachhaltigkeitsengagement aus. Herr Schallock, was bedeutet Nachhaltigkeit für E.G.O. konkret?

Dass wir uns dem Thema mit all seinen Chancen und Herausforderungen verschreiben! Dabei ist Nachhaltigkeit eine zentrale Richtschnur für die Unternehmensführung und wie wir bei E.G.O. in Zukunft denken, handeln und wirtschaften. Unser Anspruch: Wir nehmen der Erde nichts mehr, was wir nicht zurückgeben können! Um dies zu bekräftigen, haben wir uns für die nächsten Jahre ambitionierte Ziele gesteckt. Diese müssen auf lange Sicht zum Standard werden, und zwar weltweit an unseren 23 Vertriebs- und Produktionsstandorten in 19 Ländern! Mit weniger möchten wir uns nicht zufriedengeben.


Sie verbinden in der Strategie Komfort und Nachhaltigkeit – besteht hier nicht ein Widerspruch?

Auf den ersten Blick sieht es so aus, aber nicht für mich! Wir bieten unseren Kunden einen immer höheren Komfort in der Abwicklung oder bei konkreten Produktanwendungen an. Gleichzeitig arbeiten wir stetig am Thema Nachhaltigkeit und verbessern uns so dauerhaft in unseren Abläufen, Technologien und Produkten. Das ist keine Aufgabe, die trivial ist oder die wir abschließen können, vielmehr begleitet sie uns dauerhaft.  


Nennen Sie das wichtigste Nachhaltigkeitsziel für die E.G.O.-Gruppe

Das eine „wichtigste“ Nachhaltigkeitsziel gibt es nicht. Was man aber gewiss sagen kann: Das Thema Nachhaltigkeit in der gesamten Organisation zu verankern, ist eine gewaltige Aufgabe, die es so, in dieser Ausprägung und Vielschichtigkeit, in der gesamten Geschichte von E.G.O. noch nicht gab und einiges von uns fordert! Langfristig haben wir uns das Ziel gesetzt, die CO2-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 65 Prozent zu senken. Auf dem Weg hierhin gilt es den Ressourceneinsatz sowie den Emissions- und Energieverbrauch an allen Standorten der E.G.O.-Gruppe spürbar zu reduzieren. Außerdem möchten wir bis jeweils 2024 mindestens ein Werk klimaneutral umgestalten, ein neues klimaneutrales Gebäude errichten und eine Produktreihe so redesignen, dass sie den Anforderungen einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft auf allen Ebenen entspricht: angefangen bei der Produktentwicklung und Produktion über den Transport bis hin zum Recycling.


Wo sehen Sie Herausforderungen?

Mit der Abkehr vom klassischen verbrauchenden Wirtschaftsmodell gehen zahlreiche, zum Teil tiefgreifende, Veränderungen einher, z. B. durch veränderte Produktionsverfahren, Nutzungsgewohnheiten, gesetzliche Regelungen oder gänzlich neue Anforderungen, die sich aus der Produktrücknahme und dem Recycling ergeben. Das bedeutet, dass sich die Mitarbeiter immer wieder auf Veränderungen einlassen und den Wandel als Chance betrachten müssen. Kurz gesagt, jeder E.G.O. Mitarbeiter braucht den Willen, die eigene Komfortzone immer wieder zu verlassen und sich auf neue Bedingungen einzustellen. Lieb gewonnene Routinen, eingespielte Prozesse und stabile Strukturen müssen hinterfragt und gegebenenfalls verworfen werden, das ist nicht einfach.
Aber wir bei E.G.O. sind auf einem sehr guten Weg und willens dazu! Ich bin der Überzeugung, dass man im Leben fast alles schaffen kann, wenn man es unbedingt möchte und auch bereit ist, viel dafür zu tun.


Auf welches Projekt in dem Feld sind Sie stolz?

Mit unserer Baumpflanzaktion, die Ende 2020 in Oberderdingen gestartet ist, haben mein Kollege Thomas Kohlbauer und ich ein erstes starkes Zeichen für unsere neue E.G.O. Unternehmensstrategie und auch für das Thema Nachhaltigkeit gesetzt. Weltweit pflanzen wir einen Setzling pro Mitarbeiter, in Summe werden wir so insgesamt 5.600 neue Bäume gepflanzt haben. Der Baum selbst steht dabei nicht nur für die neue Strategie als Symbol, sondern macht auch greifbar, was eines unserer zentralen Anliegen für die Zukunft ist: Den CO2-Fußabdruck der E.G.O.-Gruppe zu minimieren. Die Baumpflanzaktion ist dabei nur eine Maßnahme von vielen. Weitere Projekte, wie z. B. die klimaneutrale Umgestaltung unseres E.G.O. Standorts in Österreich sind am Laufen und machen mich stolz, denn ich spüre: die gesamte E.G.O. Familie zieht mit!


Was tun Sie persönlich, um nachhaltiger zu leben?

Ich bin davon überzeugt, dass jeder von uns in seinem Alltag Möglichkeiten finden kann, nachhaltiger zu leben. Für mich bedeutet das, bewusst zu leben: bewusst zu essen, zu reisen, zu konsumieren, insgesamt achtsam zu sein. Für mich zählt dazu auch, meinen Beruf und meine Familie in Einklang zu bringen. Das sind kleine Dinge, aber bekanntlich fangen große Veränderungen ja klein an.

Verantwortung Wir reden nicht nur über Verantwortung, wir übernehmen sie auch.

Arbeiten bei E.G.O. Nehmen Sie Ihre Zukunft selbst in die Hand.

Historie Der rote Faden in unserer Erfolgsgeschichte: Pioniergeist.

Standorte Weltweit im Einsatz für Sie und Ihren Nutzen.